Kawasaki Z 1300

Die Geschichte der Kawasaki Z 1300

Kawasaki führte 1979 das Muscle Bike Z 1300 in den Markt ein. Ursprünglich war dieses Motorrad als direkte Konkurrenz für Hondas CBX gedacht, aber nachdem Harley Davidson ihren neuen Motor mit einem Hubraum von 1340 ccm vorstellte, änderte man die Produktion. Anstatt eines Motors mit 800 ccm Hubraum wurde nun ein wassergekühlter 1300 ccm Reiehnsechszylinder Motor entwickelt um in den Markt von Harley Davidson einzusteigen.

Die Kawasaki Z 1300 wurde 1979 von der Leserschaft der britischen Zeitung „Motor Cycle News“ zur „Maschine des Jahres“ gekührt.

Kawasaki Z 1300 – Das Powerhouse der 70er

Die Z 1300 wurde speziell für den amerikanischen Markt entwickelt, was sich in seinem Gewicht und vor allem seinem Spritzverbrauch widerspiegelte. Die Maschine war sehr durstig, was dazu führte das sie in Europa kaum Absatz machte.

Es half auch nicht, als das 120 PS starke Bike in Frankreich eingeführt wurde und zu der politischen Entscheidung führte Motorräder auf 100 PS zu begrenzen. Allerdings schlossen sich dabei keine der anderen EU Länder und Frankreich selbst schaffte das Gesetz 2016 wieder ab.

Die Z 1300 hat einen Sechszylinder Motor mit Wasserkühlung und Wellenantrieb. Die Z 1300 Serie war die einzige wassergekühlte Motorradserie die Kawasaki je produziert hat. Durch die hohe Kolbengeschwindigkeit begrenzte sich aber die maximale Drehzahl. In ihrer Produktionszeit wurden zahlreiche Verbesserungen vorgenommen. Unter anderem wurde die Vergaser Betankung auf elektronische Kraftstoffeinspritzung umgestellt. Ziel war eine Verbesserung des Kraftstoff Verbrauchs und damit ein besserer Einstieg in den europäischen Markt. Die Federung der Z 1300 wurde ebenfalls kontinuierlich verbessert.

Die Kawasaki Z 1300 ist das größte Modell der Z-Serie, zu denen auch die Weiterentwicklungen KZ 1300, ZG 1300 und NZ 1300 gehören.

Die neuen Modelle verdrängten die klassische Z 1300 auf dem amerikanischen Markt und hatten Serienmäßig mehr Stauraum, einen neu gestalteten Rahmen und eine Windschutzscheibe. In Europa wurden die Motorräder parallel zueinander verkauft.

Die KZ 1300 wurde 1979 vom Magazin Cycle World getestet und schaffte 184,74 km/h in einem viertel Meilen Sprint in nur 11,93 Sekunden. Der selbe Test zeigte eine Beschleunigung von 0 auf 60 mph (circa 96 kmh) in nur 4,01 Sekunden.

Nach zehn Jahren Produktionszeit in den USA wurden die letzten 200 Z 1300 Modelle als „Legendary Six“ vermarktet und bekamen ein spezielles Logo auf den Tank, um dies zu verdeutlichen. Insgesamt 24.500 Motorräder aller Variationen wurden gebaut bevor die Produktion 1989 endete.

Der Motor war so leistungsfähig, das 1982 der Schweizer Spezial-Automobilhersteller Sbarro zwei der Z 1300 Motoren in ein Mittelmotor Sportwagen einbaute. Die beiden Motoren waren nicht verbunden und jeder Motor betrieb eines der beiden Hinterräder. Mit einem Gewicht von nur 800 kg schaffte der „Super Twelve“ 240 PS zu erzeugen. Fahrer bezeichneten die Leistung nur als „wild“.

Lediglich ein einziges Exemplar wurde je gebaut.

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